Was kostet ein privates Studium – und wie kann ich es finanzieren?

Ein Studium an einer privaten Hochschule kann viele Vorteile bieten: flexible Studienmodelle, digitale Lernangebote, persönliche Betreuung und Studiengänge, die sich gut mit Beruf oder Familie verbinden lassen.

Gleichzeitig stellt sich fast immer eine wichtige Frage:

Was kostet ein privates Studium – und wie kann ich es finanzieren?

Die Studiengebühren sollten bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Sie sind aber nur ein Teil der Rechnung. Fördermöglichkeiten, steuerliche Aspekte, Unterstützung durch den Arbeitgeber und Rabatte können die tatsächliche finanzielle Belastung deutlich verändern.

Warum verlangen private Hochschulen Studiengebühren?

Private Hochschulen finanzieren den größten Teil ihrer Leistungen über Studiengebühren. Dafür bieten sie häufig Studienmodelle an, die sich besonders an Berufstätige oder Menschen mit flexiblen Lebenssituationen richten.

Gerade beim Fernstudium entstehen dadurch Angebote, bei denen Studierende weitgehend zeit- und ortsunabhängig lernen können.

Die Gebühren unterscheiden sich je nach Hochschule, Studiengang und Studienmodell deutlich. Deshalb sollte nicht nur auf den monatlichen Preis geschaut werden.

Wichtig ist vielmehr:

Was kostet das Studium insgesamt?

Welche Kosten sollte ich vor Studienbeginn vergleichen?

Bei der Auswahl eines Studiengangs lohnt sich ein genauer Blick auf die Gesamtkosten.

Neben den monatlichen Studiengebühren können beispielsweise weitere Kosten entstehen für:

  • Einschreibung oder Immatrikulation,
  • Prüfungen,
  • Verlängerungen der Studienzeit,
  • Präsenzveranstaltungen,
  • Fahrt- und Übernachtungskosten,
  • Lernmaterialien oder technische Ausstattung.

Nicht jede Hochschule erhebt solche zusätzlichen Gebühren. Deshalb sollten Interessierte vor Vertragsabschluss prüfen, welche Leistungen bereits im Studienpreis enthalten sind.

Kann ich für ein Studium an einer privaten Hochschule BAföG bekommen?

Ein Studium an einer privaten Hochschule schließt eine BAföG-Förderung nicht grundsätzlich aus.

Deshalb sollte bei einem geplanten privaten Studium frühzeitig geprüft werden, ob eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz infrage kommt.

Wichtig ist dabei auch: BAföG orientiert sich nicht daran, ob eine Hochschule staatlich oder privat ist, sondern an den gesetzlichen Fördervoraussetzungen.

Können Studiengebühren steuerlich abgesetzt werden?

Das kann möglich sein – allerdings hängt die steuerliche Behandlung stark von der persönlichen Ausgangssituation ab.

Das Bundesfinanzministerium unterscheidet insbesondere zwischen einem Erststudium ohne vorherige abgeschlossene Berufsausbildung und einem Studium, das nach einer bereits abgeschlossenen Erstausbildung oder einem ersten Studium absolviert wird.

Kosten eines ersten Studiums können unter bestimmten Voraussetzungen als Sonderausgaben berücksichtigt werden.

Hat man dagegen bereits eine Berufsausbildung oder ein erstes Studium abgeschlossen und besteht ein hinreichender beruflicher Zusammenhang, können die Aufwendungen für ein weiteres Studium grundsätzlich als Werbungskosten beziehungsweise bei Selbstständigen als Betriebsausgaben relevant sein.

Gerade für Berufstätige kann das interessant sein.

Zu den möglichen Aufwendungen können je nach Einzelfall beispielsweise gehören:

  • Studiengebühren,
  • Fachliteratur,
  • Arbeitsmittel,
  • Fahrtkosten,
  • beruflich veranlasste Reisekosten oder
  • bestimmte technische Ausstattung.

Die konkrete steuerliche Behandlung hängt jedoch immer vom individuellen Fall ab. Bei größeren Beträgen kann eine steuerliche Beratung sinnvoll sein.

Unterstützt der Arbeitgeber ein Studium?

Gerade bei einem berufsbegleitenden Studium lohnt sich ein Gespräch mit dem Arbeitgeber.

Unternehmen profitieren häufig selbst davon, wenn Mitarbeitende zusätzliche fachliche oder methodische Kompetenzen erwerben.

Mögliche Unterstützungsformen sind beispielsweise:

  • vollständige oder teilweise Übernahme der Studiengebühren,
  • Bildungsbudgets,
  • zusätzliche freie Tage,
  • flexible Arbeitszeiten,
  • reduzierte Wochenarbeitszeit oder
  • Unterstützung bei Praxisprojekten und Abschlussarbeiten.

Dabei muss die Finanzierung nicht immer vollständig durch den Arbeitgeber erfolgen. Schon eine anteilige Beteiligung kann die monatliche Belastung deutlich reduzieren.

Studium finanzieren durch Teilzeitarbeit und flexible Studienmodelle

Gerade ein Fernstudium wird häufig parallel zum Beruf absolviert.

Das hat einen entscheidenden finanziellen Vorteil: Studierende müssen ihre Berufstätigkeit nicht zwingend vollständig unterbrechen.

Wer weiterarbeitet, kann einen Teil oder sogar die gesamten Studiengebühren aus dem laufenden Einkommen finanzieren.

Deshalb sollte bei der Studienentscheidung nicht nur gefragt werden:

Wie hoch sind die Studiengebühren?

Sondern auch:

Welches Studienmodell ermöglicht mir, während des Studiums weiterzuarbeiten?

Ein scheinbar günstigeres Vollzeitstudium kann finanziell weniger attraktiv sein, wenn dafür Einkommen über mehrere Jahre wegfällt.

Kann ich mein Studium durch Anrechnung günstiger machen?

Auch das kann eine Rolle spielen.

Wer bereits eine Berufsausbildung, Weiterbildung oder frühere Studienleistungen mitbringt, sollte prüfen, ob diese auf das Studium angerechnet beziehungsweise anerkannt werden können.

Je nach Hochschule und Studiengang können dadurch Module entfallen und sich der Studienumfang reduzieren.

Bei bestimmten Studiengängen im Pflege- oder Therapiebereich können beispielsweise umfangreiche berufliche Vorqualifikationen berücksichtigt werden.

Ob sich dadurch auch die Studiengebühren reduzieren, hängt jedoch vom jeweiligen Preismodell der Hochschule ab.

Mehr dazu findest Du im studyvoucher-Beitrag „Studium verkürzen: Ausbildung & Berufserfahrung anrechnen“.

Rabatte und Study Voucher nutzen

Neben klassischen Fördermöglichkeiten können auch Rabatte oder besondere Konditionen interessant sein.

Genau hier setzt studyvoucher an.

Für ausgewählte Studiengänge der SRH Fernhochschule kann über studyvoucher aktuell ein Study Voucher in Höhe von 500 Euro angefragt werden. Für ausgewählte Zertifikatskurse von BVL Seminare beträgt der Voucher derzeit 5 Prozent des Kurspreises.

Solche Vorteile ersetzen keine langfristige Finanzierungsplanung, können aber die Gesamtkosten zusätzlich reduzieren.

Wichtig ist, Rabatte und Voucher möglichst vor Abschluss des Studienvertrags zu prüfen, da eine nachträgliche Anrechnung nicht automatisch möglich ist.

Was ist bei der Finanzierung wichtiger als der reine Preis?

Ein Studium sollte nicht ausschließlich nach den monatlichen Studiengebühren ausgewählt werden.

Mindestens ebenso wichtig sind:

  • Studienqualität,
  • Studieninhalte,
  • Passung zum Berufsziel,
  • Flexibilität,
  • mögliche Anrechnung,
  • tatsächliche Studiendauer,
  • Betreuung und
  • Vereinbarkeit mit Beruf und Familie.

Ein günstiger Studiengang, der nicht zur eigenen Situation passt, kann am Ende die schlechtere Entscheidung sein.

Umgekehrt kann ein kostenpflichtiges Fernstudium wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn Berufstätigkeit und Studium parallel möglich bleiben.

Beispiel: Die tatsächlichen Kosten ganzheitlich betrachten

Zwei Studiengänge können auf den ersten Blick unterschiedlich teuer erscheinen.

Studiengang A kostet beispielsweise weniger Gebühren, verlangt aber regelmäßige Anwesenheit und reduziert dadurch die mögliche Arbeitszeit.

Studiengang B ist teurer, lässt sich jedoch vollständig berufsbegleitend absolvieren.

Dann sollte nicht nur die Studiengebühr verglichen werden, sondern auch der mögliche Einkommensverlust.

Die bessere Frage lautet deshalb:

Was kostet mich das Studium insgesamt – finanziell, zeitlich und organisatorisch?

Häufige Fragen zur Finanzierung eines privaten Studiums

Sind private Hochschulen immer teuer?

Private Hochschulen erheben in der Regel Studiengebühren. Die Höhe unterscheidet sich jedoch stark nach Studiengang und Studienmodell. Entscheidend sind deshalb die Gesamtkosten über die komplette Studiendauer.

Kann ich neben einem Fernstudium weiterarbeiten?

Gerade Fernstudiengänge sind häufig darauf ausgelegt, parallel zu einer Berufstätigkeit absolviert zu werden. Der konkrete zeitliche Aufwand sollte jedoch vor Studienbeginn realistisch geprüft werden.

Kann mein Arbeitgeber die Studiengebühren übernehmen?

Ja. Viele Arbeitgeber beteiligen sich zumindest teilweise an beruflich relevanten Weiterbildungen oder Studiengängen. Ein Anspruch darauf besteht allerdings nicht automatisch.

Kann ich Studiengebühren von der Steuer absetzen?

Das kann möglich sein. Ob Studienkosten als Sonderausgaben oder Werbungskosten berücksichtigt werden können, hängt insbesondere davon ab, ob bereits eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen wurde und welcher berufliche Zusammenhang besteht.

Gibt es Rabatte auf Studiengänge?

Ja, einzelne Hochschulen oder Kooperationspartner bieten Rabatte und Sonderkonditionen an. Über studyvoucher können für ausgewählte Studiengänge der SRH Fernhochschule aktuell 500 Euro Study Voucher angefragt werden.

Fazit: Nicht nur Studiengebühren, sondern die Gesamtsituation vergleichen

Ein privates Studium kostet Geld. Gleichzeitig kann ein flexibles Studienmodell ermöglichen, weiterhin berufstätig zu bleiben und damit Einkommen zu erzielen.

Deshalb sollten Studieninteressierte nicht allein den monatlichen Preis vergleichen.

Entscheidend ist das Gesamtpaket aus Studiengebühren, Studiendauer, Fördermöglichkeiten, steuerlichen Vorteilen, Arbeitgeberunterstützung, möglichen Anrechnungen und Rabatten.

Wer diese Faktoren frühzeitig berücksichtigt, kann besser einschätzen, welches Studium nicht nur fachlich, sondern auch finanziell zur eigenen Lebenssituation passt.

Mit studyvoucher Studiengänge vergleichen und Vorteile nutzen

studyvoucher unterstützt bei der Orientierung und Auswahl passender Studienangebote privater Hochschulen.

Dabei können nicht nur Studieninhalte und Studienformen verglichen werden, sondern auch Fragen zu Kosten, möglichen Rabatten und flexiblen Studienmodellen berücksichtigt werden.

Für ausgewählte Studiengänge stehen zudem Study Voucher zur Verfügung.

So wird aus der Frage „Kann ich mir dieses Studium leisten?“ eine bessere Frage:

„Welches Studium passt fachlich, organisatorisch und finanziell am besten zu mir?“

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